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Datum: 07.09.2008 08:14:07

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Termine

Hier findest du Termine rund ums Thema Swing tanzen, Swing-Konzerte, Bands. Dazu gehören auch verwandte Stile wie Rock\'n\'Roll, Boogie-Woogie, Jitterbug, Jive, Charleston, Balboa und Shag.
 
[Django]
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Beitrag Nr. 1939
2004-07-11 11:58:14

Literarisch-kreativer Salon im Salon im Turm

Event start Sat 18.09.2004, 20:00
County / State D-Br
Town Berlin
County / State | | | | Berlin
Internet address www.kulturbrauerei.de
Email db-berlin@web.de
Verehrte Freunde des „Salon im Turm“,

am 18. September 2004 öffnen wir wieder unsere Pforten für Sie: In der neuen Saison werden wir Sie mit vielen Überraschungen und stilvollen Programmpunkten begrüßen können.

Wir beginnen mit einem literarisch-kreativen Salon, dessen Thema wir bei Kurt Tucholsky entlehnt haben:

„Das Ideal“

(gleichnamiges Gedicht von 1927 findet sich am Ende).

Der geneigte Gast ist gebeten, seine Gedanken zu diesem Thema kreisen zu lassen – ein passender Text, eine Kurzgeschichte, selbst Erdachtes in musikalische Form gebracht, auf Zelluloid gebannt, rezitiert oder mit Gleichgesinnten einstudiert und dargeboten oder zu Gehör gebracht – bitte nutzen Sie die Gelegenheit, lassen Sie sich inspirieren zu einem Beitrag für die Abendgestaltung.

Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und freuen uns über rege Beteiligung.

Bitte melden Sie Ihren Beitrag bis zum 1. September 2004 bei uns an (Apparat Berlin 417 19 357 oder per elektronischer Post unter db-berlin@web.de), damit wir Ihre Schöpfungen im entsprechenden Rahmen präsentieren können.

Wie Sie es von uns gewohnt sind, halten wir auch im September wieder ein Kleines Abendbrot für Sie bereit und werden den Abend mit vergnüglicher Musik abrunden.

In Erwartung Ihrer zauberhaften Ideen verbleiben wir

mit höflichen Grüßen

Dagmar Böhm & Isabella Drischel


"Das Ideal

Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn –
aber abends zum Kino hast dus nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:

Neun Zimmer – nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
eine süße Frau voll Rasse und Verve –
(und eine fürs Wochenende, zur Reserve) –
eine Bibliothek und drumherum
Einsamkeit und Hummelgesumm.

Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste,
acht Autos, Motorrad – alles lenkste
natürlich selber – das wär ja gelacht!
Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.

Ja, und das hab ich ganz vergessen:
Prima Küche – erstes Essen –
alte Weine aus schönem Pokal –
und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.
Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.
Und noch ne Million und noch ne Million.
Und Reisen. Und fröhliche Lebensbundheit.
Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.

Ja, das möchste!

Aber, wie das so ist hienieden:
Manchmal scheint’s so, als sei es beschieden
nur pöapö, das irdische Glück.
Immer fehlt dir irgendein Stück.
Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;
Hast du die Frau, dann fehln die Moneten –
Hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:
Bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.

Etwas ist immer.

Tröste Dich.

Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat:
Das ist selten."

 


 

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